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Der Kalvarienberg von Moresnet

Der Kalvarienberg zu Moresnet-Kapelle

calvaire (14)1750, infolge der Heilung Arnolds Franck der von Fallsucht befallen war, entwickelte sich in Moresnet die Verehrung der Muttergottes. Um 1875 wurden Aachener Franziskaner durch den "Kulturkampf" vertrieben und ließen sich in dieser Ortschaft nieder. Sie nahmen die Verantwortung der Pilgerfahrten zur Lieben Frau vom Eichsken. Diese entwickelten sich ansehnlich.

Der damalige Obere der Franziskaner, Johannes Ruiter, sehr besorgt die Verehrung der Muttergottes mit dem Kultus des Heiligen Franziskus von Assisi zu verbinden, entwarf das Projekt zum Bau eines Kreuzweges. So könnten die Gläubigen mit Maria die Erlösung durch Christus erlangen.

Das Werk begann. Die Landschaft wurde ganz umgestaltet. Die Wellungen und der Hügel der 12. Station wurden mit den damaligen Werkzeugen und durch freiwillige Helfer von den Einwohnern geschaffen.

Jede Station hat ihre Eigenschaften. Die Gewölbe und die Mauern der Höhlen sind aus Ringofensteinen hergestellt und von außen mit Lavasteine bedeckt.

Dekorationsmaterial sowie Glas, Mosaik und Marmor wurde von Gruben oder einheimischen Fabriken geliefert.  Sonstiges wurde von hiesigen Handwerkern geschenkt. Stalaktiten aus Thüringen schmücken das Innere.

Die ausdrucksvolle Gruppe der 12. Station, die durch Unwetter beschädigt wurde, ist jetzt teilweise durch neue Bronzefiguren ersetzt. Eine besondere Infrastruktur, am FuBe dieser Station, ermöglicht die Feier von Gottesdiensten.

Das Hochrelief jeder Station (1,20 m breit und 1,50 m. hoch) wurde mit Sandstein aus Frankreich durch den Kölner Bildhauer Albermann entworfen. Die Größe jeder Figur ist ihrer Bedeutung angepaßt, ohne die Harmonie dieser Einheit zu zerstören.
 

68000 Zierpflanzen, darunter 90 exotische Pflanzen, wurden bei Orleans gekauft. Sie sind eine Kostbarkeit in Grün. Heute kommen zahlreiche Gartenschulen diesen farbreichen Park besuchen, der auch botanische Entdeckungen bietet. Besonders schön ist er im Frühling wenn die Rhododendrons in ihrer Vielfalt blühen.

Bewundernswert ist das geschmiedete Eisen, das durch den sachkundigen Bruder Zimmermann hergestelltwurde. Das mittlere Gitter der 4.Station ist bemerkenswert. Es stellt den Löwen, das Wappenbild Belgiens, dar.

Die feierliche Eröffnung des Kalvarienberges fand am 25. Mai 1902 statt, obwohl er erst am 13. September 1903 fertiggestellt wurde. Seither kommen zahlreiche Prozessionen hierher. Fackelzüge und kirchliche Kundgebungen haben viel Erfolg in diesem idyllischen Dekor.

Sei es als Pilger oder als einfacher Besucher, jeder findet im Kalvarienberg zu Moresnet-Kapelle die Ruhe, die Stille und die Schönheit, die unsere Industrieweltuns genommen hat.